Logo der Universität

Willkommen auf der Webseite der S-AAL. Das 2021 gegründete Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende der Universität Innsbruck mit Verdacht auf Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus oder spezifischen Lernstörungen (Dyslexie und Dyskalkulie) zu unterstützen. Unsere Angebote sind gratis und beinhalten neben allgemeinen Informationen und individueller Beratung auch eine individuelle klinisch-psychologische Diagnostik. Falls das Ergebnis der individuellen Diagnostik eine der drei Verdachtsdiagnosen bestätigt, stellen wir ein Attest aus, mit dem Betroffene laut Universitätsgesetz einen Anspruch auf modifizierte Prüfungsmodalitäten haben.

Gemäß dem Leitbild der Leopold-Franzens-Universität soll die individuelle Vielfalt nicht nur geduldet, sondern explizit gefördert werden, wobei auch das Schlagwort „Inklusion“ genannt wird. Das bedeutet, dass der erfolgreiche Abschluss eines Studiums auch für Studierende mit Lernschwierigkeiten (aufgrund von Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus oder Lernstörungen) möglich sein soll. Demzufolge gibt es an der LFU als Ansprechpartner für Studierende mit Beeinträchtigungen (z.B. chronischen Erkrankungen, körperlichen Behinderungen, diversen Lernstörungen) das Büro der Behindertenbeauftragten (Leiterin: Frau Mag. Bettina Jeschke). Hier können die betroffenen Studierenden eine Bestätigung beantragen, um modifizierte Prüfungsmodalitäten zu erhalten (z.B. Zeitverlängerungen oder mehr Pausen bei Prüfungen, schriftliche statt mündlicher Prüfungen oder umgekehrt etc.). Damit das Büro jedoch die Bescheinigung des Anspruchs auf modifizierte Prüfungsmodalitäten ausstellen kann, wird ein gültiges Attest mit einer entsprechenden Diagnose benötigt. In den Räumlichkeiten der S-AAL können betroffene Studierende gratis eine individuelle diagnostische Abklärung in Anspruch nehmen und erhalten bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose ein entsprechendes Attest zur Vorlage beim Büro der Behindertenbeauftragen der LFU.

Die Angebote des Projekts S-AAL ergänzen das bereits bewährte und vorhandene Angebot des Büros der Behindertenbeauftragten. Die Ergebnisse der diagnostischen Abklärungen werden streng vertraulich behandelt. Das heißt, die klinisch-psychologischen Befunde bzw. Atteste werden ausschließlich an die betroffenen Studierenden weitergegeben, die mit diesen Befunden/Attesten beim Büro der Behindertenbeauftragten das Ansuchen um modifizierte Prüfungsmodalitäten gemäß §59 (1) Z12 UG02 stellen können. Das bedeutet auch, dass weder die Ergebnisse dieser diagnostischen Abklärungen (Befunde/Atteste) noch Informationen aus Beratungsgesprächen an Dritte – innerhalb oder außerhalb der Universität – weitergegeben werden. Die Leiterinnen des Projekts S-AAL sind klinische Psychologinnen, deren Arbeit somit dem Psychologengesetz unterliegt, welches im § 37 unter anderem festhält, dass Klinische PsychologInnen sowie ihre Hilfspersonen und Fachauszubildende im Rahmen Ihrer Berufsausübung zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.

Im nachfolgenden Abschnitt hast Du die Möglichkeit, Dich über die drei Kernbereiche zu informieren. Außerdem kannst Du – für jeden der drei Kernbereiche – mithilfe eines kurzen Selbsttests feststellen, ob bei Dir charakteristische Merkmale dieses Bereichs vorliegen. Liegt das Ergebnis eines Selbsttests über einem bestimmten Cutoff-Wert, empfehlen wir eine individuelle Abklärung vor Ort. Bei einem konkreten Verdacht kannst Du auch sofort, also ohne vorherigen Selbsttest, einen individuellen Beratungs- oder Diagnostiktermin bei uns vereinbaren!

Inhalt des Videos: Die Leiterin des Projekt stellt sich vor und beschreibt wichtige Bereiche.